Der Begriff Chor
(v. griech.: choros Tanzplatz, Reigen, Reigentänzer)
bezeichnet
- In der antiken griechischen Tragödie eine
Gruppe von Schauspielern, Sängern oder Tänzern, die die Handlung
kommentierend begleitet.
- Gemeinschaft von Singenden, in der jede
Stimmlage (auch einstimmig) mehrfach besetzt ist; Gemischter Chor,
Frauenchor, Männerchor,
Kinderchor, auch Knabenchor,
Mädchenchor
Siehe auch: Chormusik, Kurrende,
Chorleitung
- Eine Komposition für ein solches Ensemble,
ggf. mit Instrumentalbegleitung.
- In der Architektur den meist nach Osten
ausgerichteten, im Innern abgesetzten Raum einer Kirche mit dem
Altar, der für das Aufstellen des Sängerchores gedacht war (später
Chorempore). Er war im Mittelalter häufig durch Chorschranke bzw.
Lettner abgegrenzt. Es entwickelten sich doppel- oder mehrchörige
Gebäude.
- In der Musik der Renaissance und des frühen
Barock ein Teil-Ensemble, das an einem Ort für sich
aufgestellt war; vgl. Mehrchörigkeit.
- Eine Gruppe gleichartiger Instrumente
(Streich- oder Blasinstrumente), deren Gattung (Stimmfamilie) in
Stimmlagen gebaut werden; z. B. Gambenchor, Posaunenchor
- Die zu einer Taste gehörenden Orgelpfeifen
von gemischten Stimmen.
- bei Saiteninstrumenten die Anzahl der im
Einklang gestimmten Saiten, die z. B. bei Tasteninstrumenten (zwei-
oder dreichörig) mit einer Taste zum Schwingen gebracht werden.
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