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| Die Punktierung in
der Musik ist ein
Stilmittel der Rhythmik.
Sie bezieht sich auf die graphische Darstellung im Notentext, dem Punkt
nach (rechts neben) einer Note. Der Punkt bewirkt eine
Veranderthalbfachung des gegebenen Notenwertes.
Da sich die verschiedenen Notenwerte (Ganze, Halbe, Viertel, Achtel...)
zueinander immer wie Zweierpotenzen verhalten, gibt es keine eigenständigen
Zeichen z.B. für die drei-, fünf-, sechs-fache Länge eines
Notenwertes. Insbesondere die dreifache Länge (Dauer) eines Notenwertes
wird in der Musik aber sehr häufig gebraucht. Dafür nutzt man den nächsthöheren
Wert mit Punkt.
Beispiel: Weihnachtslied "Alle Jahre wieder" Die Tondauern der ersten drei Wörter verhalten sich zueinander wie 1,5 : 0,5 : 1 : 1 : 2 : 2. Dabei schreiben wir die letzten beiden Noten als Halbe ("wie-der"), die beiden Noten davor entsprechend als Viertel ("Jah-re"), an Stelle der 0,5 ("-le") setzen wir also eine Achtel. Die 1,5 ("Al-") jedoch passt nicht in dieses Schema, hier kommt die Punktierung zum Einsatz: Wir schreiben eine Viertelnote mit Punkt, was gleichbedeutend ist mit Viertel+Achtel (Veranderthalbfachung; oder auch Verdreifachung des nächstkleineren Wertes). In schnellen Musikstücken im Dreiertakt (3/4, 3/8, 6/8...) fungieren punktierte Noten sogar als Grundschlag: Beim Walzer (3/4-Takt) beispielsweise werden die punktierten Halben auch als Ganze (weil ganze Takte) bezeichnet. Beim 6/8-Takt ("Komm lieber Mai", "Stille Nacht") werden die punktierten Viertel oft als Halbe bezeichnet (halbe Takte). Das ist sinnvoll für die Verständigung zwischen Dirigent und Musikern, da üblicherweise schnelle Noten nicht ausdirigiert werden, sondern zu größeren Einheiten zusammengefasst werden. Somit gleicht das Dirigierbild für einen 6/8-Takt auf Zusammenfassung dem eines 2/4- oder 2/2-Taktes. Die tatsächliche rhythmische Bedeutung - 1 punktierte Viertel = 3 zusammengebundene Achtel - bleibt davon freilich unberührt. Das Prinzip der Punktierung ist auf alle Notenwerte anwendbar. Darüber hinaus gibt es die Doppelpunktierung. Hierbei bezieht sich der zweite Punkt nur auf den ersten, nicht aber auf die punktierte Note insgesamt. Das heißt, eine doppelt punktierte Achtel beispielsweise entspricht einer Achtel+Sechzehntel+Zweiunddreißigstel. In der Form bei Christian Sindings "Frühlingsrauschen", doppelt punktierte Viertel sind im Hauptthema der Klavier-Fantasie in d-Moll von W.A. Wolfgang Amadeus Mozart zu finden. Dieser Artikel ist ein Kopie des gleichnamigen Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist ein Liste der Autoren verfügbar.
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